Ein ehrlicher Vergleich zweier sehr unterschiedlicher Werkzeuge: ein eigenes CRM mit fixer Monatsgebühr gegenüber einem Marketplace mit Provisionsmodell. Wir zeigen, wann welche Lösung wirtschaftlich besser passt.
| SalonCRM | Treatwell | |
|---|---|---|
| Modell | Eigenes CRM (SaaS) | Marketplace + Buchungstool |
| Grundpreis | €39 / Monat | ab €0 (paketabhängig) |
| Provision pro Buchung | 0% | ~15% (bis 25-30% bei Neukunden) |
| Kundendaten | Bei Ihnen | Auf der Plattform |
| Marketplace-Traffic | Nein | Ja, starke Reichweite |
| Kasse mit Beleg | Ja, AT/DE-konform | Nein |
| Lager/Material | Ja | Nein |
| Sprache | DE / EN / RU | DE |
| Support | Direkter Kontakt, Wien | Tickets / Hotline |
| Einmalkauf möglich | Ja, €1.490 (Owned) | Nein |
Wir wollen den Vergleich nicht durch einseitige Bewertung verzerren. Treatwell hat echte Stärken, die wir mit SalonCRM nicht abdecken:
Wenn Sie ein neues Studio sind und noch keine Kundenbasis haben, ist Treatwell ein vernünftiger Akquisekanal. Das geben wir offen zu.
SalonCRM und Treatwell lösen unterschiedliche Probleme. Treatwell bringt Termine. SalonCRM verwaltet Ihr Studio. Diese Unterschiede zählen besonders für etablierte Studios mit Stammkundschaft:
Sie zahlen €39/Monat fix — egal, ob Sie 50 oder 500 Termine durchführen. Bei wachsendem Umsatz wird der Unterschied zur Provision immer grösser. Ein Studio mit €15.000 Monatsumsatz zahlt bei Treatwell schnell €1.500-3.500 Provision; bei SalonCRM bleibt die Gebühr bei €79/Monat (Studio Pro).
In SalonCRM gehört die Kundendatenbank rechtlich und technisch Ihnen. Sie können jederzeit einen Datenbank-Dump anfordern, exportieren, eigene Marketing-Kampagnen fahren. Bei Treatwell ist die Kommunikation an die Plattform gebunden — wenn Sie wechseln, verlieren Sie den direkten Draht zu Marketplace-Kunden.
Treatwell deckt primär Buchung und einfache Kundenliste ab. SalonCRM hat zusätzlich:
Die Oberfläche von SalonCRM ist auf Deutsch, Russisch und Englisch verfügbar. Für Studios mit gemischtem Team in Wien oder Berlin — wo oft russisch-, ukrainisch- oder polnischsprachige Mitarbeiterinnen arbeiten — bedeutet das schnellere Einarbeitung und weniger Fehler im Alltag.
Bei SalonCRM erreichen Sie den Gründer direkt per E-Mail oder Telegram. Keine Tickets, keine 7-Tage-Antwortzeiten. Bei einem Plattformprodukt wie Treatwell ist Support standardisiert — was bei einfachen Fragen reicht, aber bei individuellen Problemen langsam wirken kann.
Nehmen wir ein typisches Studio mit 100 Buchungen pro Monat und einem Durchschnittsbon von €30. Das ergibt einen Marketplace-Umsatz von €3.000. Was kostet das in beiden Modellen?
Differenz pro Monat: ~€411. Bei höherem Umsatz oder höherem Neukundenanteil wird der Unterschied grösser. Bei 100 Buchungen à €50 Durchschnittsbon zahlen Sie Treatwell schon ~€750/Monat — gegenüber €39 SalonCRM.
Wichtig: In dieser Rechnung fehlt der Wert der Akquise. Wenn Treatwell Ihnen jeden Monat 30 Neukunden bringt, die Sie sonst nicht erreicht hätten, ist die Provision teilweise ein Marketingbudget. Die Frage ist: Wie hoch ist die tatsächliche Akquiseleistung der Plattform für Ihr Studio?
Anna betreibt ein Studio im 7. Bezirk seit 3 Jahren. Sie hat eine feste Stammkundenbasis, ihr Studio ist auf Google Maps gut sichtbar, Empfehlungen funktionieren. Sie zahlt aktuell rund €700/Monat an Treatwell.
Empfehlung: SalonCRM. Anna braucht keinen Marketplace-Traffic, sondern eine effiziente Studioverwaltung. €39/Monat statt €700/Monat = €7.932 Ersparnis pro Jahr.
Sofia leitet zwei Studios in München mit insgesamt 8 Mitarbeiterinnen. Sie braucht Mitarbeiter-Statistik, Lagerverwaltung über beide Standorte und einheitliche Kasse. Treatwell deckt davon nur die Buchung ab.
Empfehlung: Studio Pro (€79/Monat) für Verwaltung, Treatwell parallel auf Basis-Tarif für Akquise. Oder Owned-Lösung (€1.490 einmalig) für maximale Datenkontrolle.
Lisa hat vor 2 Monaten in Berlin eröffnet. Sie hat noch fast keine Stammkunden und braucht jeden Termin, den sie kriegen kann. Marketingbudget ist begrenzt.
Empfehlung: Treatwell für die ersten 6-12 Monate als Akquisekanal. Sobald sich eine Stammkundenbasis etabliert hat (40%+ Wiederkehrer), Wechsel zu SalonCRM oder Parallelbetrieb prüfen.